Waschmaschine und Trockner stapeln: Traglast, Zwischenbausatz
Wer Waschmaschine und Trockner übereinander stellt, spart Platz, darf aber die Statik nicht unterschätzen. Ein Frontlader wiegt im Betrieb leicht 80 bis 100 Kilogramm, ein Trockner je nach Bauart 40 bis 60 Kilogramm. Das bedeutet: Auf dem unteren Gerät lasten schnell 140 Kilogramm und mehr, dazu kommen dynamische Kräfte durch Schleudern und Trommelbewegung. Die meisten Hersteller geben eine maximale Traglast für das untere Gerät an, die oft zwischen 60 und 85 Kilogramm liegt. Wer diese Grenze überschreitet, riskiert Schäden am Lager, an der Trommelaufhängung und im schlimmsten Fall ein Umkippen der gesamten Einheit. Prüfen Sie deshalb zuerst das Typenschild und die Bedienungsanleitung beider Geräte, bevor Sie den Stapel planen.
Ein Zwischenbausatz ist mehr als eine rutschfeste Matte. Er verbindet beide Geräte mechanisch, verteilt das Gewicht und verhindert, dass der Trockner bei Vibrationen wandert. Gute Bausätze bestehen aus einer stabilen Platte mit Rand und vier Befestigungswinkeln, die an der Arbeitsplatte oder den Seitenwänden verschraubt werden. Ohne diese Verbindung reicht die Reibung der Füße nicht aus, um den oberen Trockner sicher zu halten. Wer die Geräte in einem Badezimmer aufstellt, sollte außerdem die Umgebung prüfen: Feuchtigkeit, Belüftung und Bodenbelag spielen eine größere Rolle als viele denken. Wer die Waschmaschine im Bad richtig einplanen möchte, findet dort Hinweise zu Nische, Schallschutz und Feuchte, die sich direkt auf den Stapelbetrieb übertragen lassen.
Die Anschlüsse sind der zweite kritische Punkt. Ein gestapelter Trockner braucht entweder einen eigenen Stromkreis oder muss über eine zugelassene Mehrfachsteckdose mit ausreichendem Querschnitt versorgt werden. Läuft der Trockner als Wärmepumpengerät, fällt deutlich weniger Abwärme an, was in kleinen Bädern ein Vorteil ist. Beim Ablaufschlauch der Waschmaschine ist darauf zu achten, dass er nicht geknickt wird, wenn das Gerät nach unten wandert. Kondenswasser beim Trockner muss entweder in einen Behälter oder direkt in den Abfluss geleitet werden; ein direkter Ablauf ist bei gestapelten Geräten oft die sauberere Lösung. Prüfen Sie außerdem, ob der Siphon und der Wasseranschluss zugänglich bleiben, ohne den gesamten Stapel abzubauen.
Vor dem Aufbau sollten Sie den Boden und die Wand prüfen. Ein tragfähiger Estrich oder Fliesenboden ist Voraussetzung, ebenso eine Wand, an der der Zwischenbausatz befestigt werden kann. Bei Altbauten mit Holzbalkendecke ist ein Statiker ratsam. Steht der Stapel, kontrollieren Sie nach den ersten Schleudergängen, ob sich Schrauben gelockert haben. Ein jährlicher Blick auf die Verbindungen und die Füße gehört zum sicheren Betrieb dazu. Wer diese Punkte beachtet, gewinnt Platz im Bad und vermeidet teure Reparaturen.