Lattenrost nachkaufen: Austausch im bestehenden Bettgestell
Ein Lattenrost hält nicht ewig. Nach zehn bis fünfzehn Jahren lassen die Federleisten nach, einzelne Lamellen brechen, und die Auflage wird unruhig. Wer kein komplett neues Bett kaufen möchte, kann den Lattenrost nachkaufen und ihn in das vorhandene Bettgestell einsetzen. Entscheidend ist dabei, dass die Maße exakt passen und die Auflage zum Rahmen sowie zur Matratze kompatibel bleibt.
Zuerst misst man die Innenmaße des Bettgestells aus, nicht die Außenmaße. Gemessen wird zwischen den Seitenholmen, an der Stelle, an der der Lattenrost tatsächlich aufliegt. Übliche Größen sind 90x200, 140x200 oder 180x200 Zentimeter, doch handelsübliche Lattenroste fallen oft einige Millimeter kleiner aus, damit sie sich einsetzen lassen. Ein Blick auf die vorhandene Auflagehilfe im Rahmen ist ebenfalls wichtig: Manche Gestelle haben Leisten oder Auflagewinkel, die eine bestimmte Bauhöhe vorschreiben. Passt die Höhe nicht, liegt der Lattenrost entweder auf oder wackelt. Wer mehr Komfort möchte, sollte sich mit verstellbaren Kopf- und Fußteilen am Lattenrost beschäftigen, denn diese Funktion lässt sich nur mit passenden Beschlägen im Gestell realisieren. Ein nachträglicher Einbau ist möglich, erfordert aber meist handwerkliches Geschick und die passenden Aufnahmen am Rahmen.
Neben den Maßen spielt die Bauart eine Rolle. Rollrost, Federholzrahmen oder Tellerlattenrost unterscheiden sich in Auflagefläche, Flexibilität und Gewicht. Ein Rollrost ist günstig und flach, bietet aber wenig Anpassung. Ein Federholzrahmen mit mehrfach verleimten Leisten verteilt den Druck besser und eignet sich für schwerere Matratzen. Wer eine Kaltschaum- oder Taschenfederkernmatratze nutzt, sollte auf ausreichend viele Federleisten achten, damit die Matratze nicht durchhängt. Auch die Anzahl der Leisten pro Auflagefläche ist ein Qualitätsmerkmal: 28 bis 30 Leisten sind ein solider Standard.
Beim Nachkauf lohnt es sich, auf die Verarbeitung zu achten. Buche oder Birke sind robust, Kiefer ist leichter und günstiger. Die Auflagen sollten nicht splittern und die Verbindungen fest sitzen. Wer unsicher ist, ob das alte Gestell den neuen Lattenrost trägt, prüft die Statik: Ein Massivholzrahmen hält mehr aus als ein dünnes Metallgestell. Nach dem Einsetzen empfiehlt es sich, den Lattenrost einige Nächte zu testen und gegebenenfalls die Auflagepunkte nachzujustieren. So bleibt das Bett nutzbar, ohne dass ein kompletter Neukauf nötig wird.